Ein Mix aus Massnahmen für eine wirksame Schweizer Klimapolitik

Mit der Totalrevision des CO2-Gesetzes stellt das Schweizer Parlament derzeit die Weichen für die zukünftige Klima- und Energiepolitik. Zwei Faktenblätter der Akademien der Wissenschaften Schweiz geben eine Übersicht über verfügbare Instrumente für eine wirksame Klimapolitik.

Lenkungsabgaben auf Treibstoffe
Bild: studio ko

Die Schweiz hat sich dazu verpflichtet, das Klimaübereinkommen von Paris umzusetzen. Ein angemessener Beitrag der Schweiz ist die Senkung des Treibhaus-Ausstosses bis 2030 um mindestens 50 Prozent gegenüber 1990. Will die Schweiz ihre Klimaziele erreichen, braucht es einen wirksamen Mix aus politischen Instrumenten, wie zum Beispiel Lenkungsabgaben oder Emissionsgrenzwerten. Die Energiekommission der Akademien der Wissenschaften Schweiz und ProClim der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz haben zwei Faktenblätter herausgegeben, die die verfügbaren Instrumente mit ihren absehbaren Wirkungen und Vor- und Nachteilen aufzeigen.

Das Faktenblatt «Instrumente für eine wirksame und effiziente Klima- und Energiepolitik» gibt einen Überblick über die marktwirtschaftlichen Instrumente, Regulierungen, Vereinbarungen und Informationsangebote und stellt dar, für welche Zwecke sich diese am besten eignen. Das Faktenblatt «Chancen und Auswirkungen einer CO2-Lenkungsabgabe auf Treibstoffe» beschreibt Steuerungsmöglichkeiten im Bereich Mobilität und erläutert insbesondere, wie sich diese sozial verträglich gestalten lassen und in Randregionen auswirken.

Zurzeit überarbeitet das Parlament das CO2-Gesetz, um die Klimapolitik des Bundes nach 2020 festzulegen. Zur Debatte stehen verschiedene Politikinstrumente, wie zum Beispiel Abgaben auf Flugtickets, eine Lenkungsabgabe auf Treibstoffen oder Emissionsgrenzwerte für Heizungen. Die Faktenblätter der Akademien helfen, die Auswirkungen solcher Instrumente einzuordnen und mit Alternativen zu vergleichen.

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